| Veranstaltung: | Kreismitgliederversammlung Kreisverband Altona |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 5.4. Beisitzende (2-3* Frauen* Plätze) |
| Antragsteller*in: | Elisabeth Gertrud Does (KV Hamburg-Altona) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 24.09.2026, 23:03 |
A15: Elisabeth Does
Selbstvorstellung
Bewerbung als Beisitzerin im Vorstand des KV Altona
Elisabeth Does
Jahrgang: 1986 in den U.S.A.
Beruf: Wirtschaftswissenschaftlerin & Philosophin, Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Finanzdienstleistungen Hamburg (iff). Dort forschen wir für Verbraucherschutz im Finanzdienstleistungssektor.
Freizeit: Meer & Berge, Pilates im Altonaer Turn- und Sportverein, Singen im Hamburger Johannes-Brahms-Chor.
GRÜN: Mitglied seit 2019, zunächst im Landesverband BaWü: KV Karlsruhe, Mitglied im Diversitätsrat des KV Karlsruhe (Einsatz für Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen), Delegierte auf LDKen und BDKen, Sprecherin der LAG Wissenschaft, Hochschule & Technologiepolitik, Delegierte in der entsprechenden BAG. Seit 2024 aktiv im KV Altona
Antrieb: Ich möchte die seit den Wahlen im Osten herrschende Ratlosigkeit in Experimentierfreudigkeit übersetzen. Lasst uns kreativ werden und neue Wege ausprobieren, um mit progressiver Kraft das politische Zentrum stark, stabil und bündnisfähig zu halten!
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Lieber KV Altona,
ich bin Elisabeth und seit 2019 Mitglied bei den Grünen. Mein Engagement im KV Altona begann 2024 im Rahmen der Europa- und Bezirkswahlen, dort habe ich im Wahlkampf mit viel Freude Plakate geklebt. Auch beim Wahlkampf 2025 für Bundestag und Bürgerschaft habe ich unterstützt. Seit meinem offiziellen Kreisverbandswechsel von Karlsruhe in BaWü nach Altona Anfang dieses Jahres bin ich in der Stadtteilgruppe Kerngebiet aktiv, im AK Strategien gegen Rechtsextremismus, habe bei der Altonale, Zuhörständen und unserem Sommerfest geholfen. Auch in der Landesarbeitsgemeinschaft Hochschulpolitik hier in Hamburg bin ich aktiv. Bevor ich nach Hamburg kam, habe ich im Landesverband Baden-Württemberg Erfahrungen in unterschiedlichen Gremien auf KV- und Landesebene sammeln können.
Nach den verheerenden Wahlergebnissen im Osten sind ausdrücklich alle demokratischen Parteien gefordert, ihre politischen Inhalte und auch die Art und Weise ihres politischen Handelns zu hinterfragen. Dieser Analyse haben sich auch in unserer Partei viele angeschlossen, ich gehöre dazu. In der aktuellen Situation dürfen wir uns also nicht in der Frage verlieren, ob wir künftig lieber die bessere Linke oder die bessere CDU werden wollen. Wir müssen uns fragen, wie wir noch bessere Grüne werden können. Wie wir uns als wahrhaftig progressive Kraft aus einem Links-Rechts-Schema, das schon lange keine realitätstaugliche Politik mehr produziert, lösen können.
Wir wollen künftig mehr Menschen für eine Grüne Idee von sozialverträglichem Klimaschutz gewinnen und gemeinsam mit ihnen eine übergeordnete Vision davon entwickeln, wie Gesellschaft im 21. Jahrhundert aussehen soll. Ich glaube, dass wir dafür zunächst eines anerkennen müssen: Mit der Art und Weise, wie wir bisher über für uns wichtige Themen gesprochen haben, haben wir auch Barrieren zwischen uns und viele Menschen gesetzt. Man kann mit uns über Klimaschutz sprechen, auch wenn man gerne Schnitzel isst, wegen unzuverlässiger Züge fliegt oder selbst nicht gendert. Bei vielen Menschen – sowohl bei solchen, die uns ohnehin nie wählen werden, als auch bei solchen, die grundsätzlich erreichbar wären – kommt das aber anders an. Sie fühlen sich nach wie vor von oben herab behandelt oder im schlimmsten Fall verurteilt. Ich glaube, dass wir genau dagegen noch viel mehr tun müssen, wenn wir verhindern wollen, dass die Hetze der AfD gegen uns und andere Parteien weiter verfängt und das demokratische Zentrum unseres Landes geschwächt wird. Und ich glaube, dass wir das auch können.
Um herauszufinden, mit welcher Art der Ansprache wir den Auftrag, Politik von nun an anders zu machen, tatsächlich umsetzen können, sind insbesondere die Kreisverbände gefragt. Sie müssen kreativ werden und vor Ort mit neuen Formaten, neuen Erscheinungsbildern, neuen Sprachformen experimentieren. Veränderungen in unserem Auftreten dürfen nicht unsere Ideale verraten. Aber ich glaube, dass wir schon deutlich mutiger werden können in dem Versuch, vergiftete Klischees, die uns anhängen, zu brechen. Ich finde, dass der KV Altona wie gemacht dafür ist, einen solchen Weg des Experimentierens zu gehen. Hier kommen unterschiedliche politische Prägungen in einem, wie ich finde, fantastischen Gesprächsklima zusammen. Und wir haben einen Arbeitskreis Strategien gegen Rechtsextremismus, in dem wir schon jetzt spitzenmäßige Vorarbeit für einen Weg des Andersmachens leisten. Ich glaube, das sind ideal Voraussetzungen, um gemeinsam mutig zu sein, auch mal ins Risiko zu gehen, den gewohnten, innerparteilichen Komfortraum zu verlassen – auch wenn das manchmal Reibung erzeugen wird, die wir bisher nicht kennen.
Sehr gern möchte ich im KV Vorstand Verantwortung für einen solchen Prozess übernehmen, mit euch Ideen skizzieren, Rahmenbedingung für ihre Umsetzung schaffen, und mit meinem eigenen Mut und meiner Überzeugung für das, was wir tun, geradestehen. Lasst uns die seit den Wahlen im Osten herrschende Ratlosigkeit gemeinsam in Experimentierfreudigkeit übersetzen – ich freue mich über eure Stimme!
Eure Elisabeth
- Alter:
- 40
- Beruf:
- Wissenschaftlerin
- Parteimitgliedschaft seit (Jahr):
- 2019